Homöopathische Praxis Barbara Lemke
Homöopathische Praxis Barbara Lemke

Homöopathie

„Unser Körper ist eine Ansammlung von Ideen, er ist der physische Ausdruck eines Feldes, das mit sich selbst interagiert.

Er ist nicht eine in Raum und Zeit fixierte erstarrte Skulptur, er ist eher einem Fluss vergleichbar, einem aus Energie und Informationen bestehenden Fluss. Ein Fluss verändert sich laufend, so wie der Körper sich in jeder Sekunde der Existenz ständig erneuert.“


Dr. Deepek Chabra, indischer Arzt aus Kalifornien

 

Die Klassische Homöopathie

Die Homöopathie setzt hier an. Sie ist eine ganzheitliche Heilmethode, die den Menschen als ganzen Organismus behandelt.

Der Name Homöopathie stammt aus dem Griechischen, homoios=ähnlich oder gleichartig und pathos=Leiden. Er beschreibt auf griechisch das gleiche Prinzip, das auf lateinisch simile= ähnlich, gleichartig heißt: similia similibus currentur= Ähnliches heilt Ähnliches.

Aufgrund einer ausführlichen Anamnese wird ein homöopathisches Mittel verordnet, das dem Wesen des Menschen entspricht. Die Suche nach dem richtigen Mittel kann manchmal sehr lange dauern.

Passt ein Mittel auf Anhieb kann eine heilende Wirkung sehr schnell eintreten. Die Homöopathie erscheint als Therapieform für viele einfach und harmlos, ist aber sehr kompliziert und mit minimalen Wirkstoffen äußerst wirkungsvoll.

Begründet wurde die Homöopathie von Dr. Christian Friedrich Samuel Hahnemann ( 1755-1843).

Auf das simileprinzip= Ähnliches mit Ähnlichem zu heilen stieß er über den Selbstversuch mit der Chinarinde, die damals zur Behandlung von Malaria eingesetzt wurde.

Zu seiner Überraschung bekam er als Gesunder die gleichen Symptome wie ein Malariakranker und kam auf die geniale Idee, dieses Prinzip auch auf andere Substanzen und Krankheiten zu übertragen.

Er hat dann bis an sein Lebensende viele hunderte Arzneien auf ihre Anwendungsmöglichkeiten geprüft, sie stammen aus dem tierischen, pflanzlichen oder mineralischen Bereich. Uns stehen mittlerweile über 2000 verschiedene homöopathische Arzeneimittel zur Verfügung. Auch heute noch prüfen wir Homöopathen ständig neue Substanzen und nehmen diese in den Katalog der Heilmittel, die sogenannte   "Materia Medica" auf.( siehe Arzeneimittelprüfungen unter Links)

Bei der Herstellung der homöopathischen Mittel wird die Grundausgangssubstanz verdünnt und potenziert. Durch den Potenzierungsprozess wird der Substanz immer mehr Materie entzogen und Energie zugefügt, sodass die Wirkung des Mittels energetisch ist.

Diese homöopathische Anamnese ist die Grundlage für die gesamte homöopathische Behandlung.

Auf diesem Grundstock baut sich über viele Jahre jede weitere Verordnung von homöopathischen Mitteln auf.

Jedes alte Symptom, was vielleicht noch zu den Beschwerden gehört, weswegen sich der Patient ursprünglich in homöopathische Behandlung gegeben hat, aber auch jede weitere, neue oder noch nicht behandelte Beschwerde oder auch jede neue Akutkrankheit kann auf der Grundlage der Anamnese von der Homöopathin weiter behandelt werden.

 

Homöopathische Behandlung

Jedes Detail im körperlichen oder seelischen Bereich kann von Bedeutung sein. Bitte beobachten Sie an sich selbst jede Veränderung im körperlichen und seelischen Bereich. und teilen dies Ihrer Behandlerin mit. Auch manches, was im Anamnesegespräch unausgesprochen geblieben ist, oder Ihnen erst im weiteren Behandlungsverlauf bewusst wird, sollten Sie mitteilen.

Je genauer die Behandlerin über Sie informiert ist, desto größer ist die Chance das für Sie richtige Arzeneimittel zu finden. Auch das Autreten einer Verschlimmerung oder die Symptome einer akuten Krankheit sollten Sie Ihrer Behandlerin unbedingt mitteilen.

Einnahme der Arzenei

Homöopathische Mittel werden vorwiegend über die Mundschleimhaut aufgenommen, daher bitte vor, während und nach der Einnahme nichts essen oder trinken!

Geben Sie 1-2 Globuli in die Backentasche und lassen diese langsam im Mund zergehen.

LM-Potenzen nehmen Sie tropfenweise ein.

Bitte schütteln Sie die Einnahmeflasche vor jeder Einnahme 10 mal gegen die Handinnenfläche und geben anschließend die mit der Behandlerin abgesprochene Anzahl von Tropfen auf eine Plastiklöffel, auf die Hand oder in ein Glas mit etwas Wasser und nehmen Sie dann ein.

Eine Wasserauflösung für die homöopathische Akutbehandlung stellen Sie folgendermaßen her: Sie geben 1-2 Globuli oder Tropfen in ein Glas mit kaltem Leitungswasser, rühren mit einem Plastiklöffel 10 mal um, nehmen einen Schluck. Sie können bis zu 4 Schlucke nehmen bis zu einer Besserung der Beschwerden, rühren vor jedem neuen Schluck wieder 10 mal um.

Homöopathische Mittel können in ihrer Wirkung unterbrochen werden!

Bitte vermeiden Sie in der Zeit Ihrer homöopathischen Behandlung folgende Substanzen:

Kampher und alle Produkte, die Kampher enthalten, wie Franzbranntwein, o.ä.

alle anderen homöopathischen Mittel

alle anderen Medikamente und Behandlungen!

Bitte bewahren Sie das homöopathische Mittel nie im Kühlschrank, in der Nähe des Computers oder in der Sonne auf.

Achten Sie darauf, dass Ihre Arzeneien beim Einchecken im Flughafen vor dem Durchleuchten mit Kohlepapier und Alufolie oder einem Filmschutzbeutel geschützt werden.

 

 

 

„ Jeder Mensch ist nicht nur er selber, er ist auch der einmalige, ganz besondere, in jedem Fall wichtige und merkwürdige Punkt, wo die Erscheinungen der Welt sich kreuzen, nur einmal so und nie wieder. Darum ist jedes Menschen Geschichte wichtig, ewig, göttlich, darum ist jeder Mensch solange er lebt und den Willen der Natur erfüllt, wunderbar und jeder Aufmerksamkeit würdig.“

Hermann Hesse

 

 

Eine Geschichte zum Arzeneimittelbild von calcium carbonicum

Eine Auster ist weich, zart und verletzlich. Ohne den Zufluchtsort ihrer Schale könnte sie nicht überleben. Doch Austern müssen ihre Schale öffnen, um Wasser atmen zu können. Während eine Auster derart atmet, dringt manchmal ein Sandkorn in die Schale ein und wird so zu einem Teil ihres Innenlebens.

Solche Sandkörner können Schmerzen verursachen, doch deshalb verändert eine Auster ihre Natur nicht. Sie wird nicht hart, weich und ledrig, um nichts fühlen zu müssen. Sie vertraut sich vielmehr weiter dem Ozean an und öffnet sich, um atmen zu können. Aber sie reagiert. Langsam und geduldig umhüllt die Auster das Sandkorn mit dünnen, durchscheinenden Schichten, bis sie im Laufe der Zeit an der Stelle, wo sie am empfänglichsten war für ihren Schmerz, etwas von größerem Wert geschaffen hat. Man kann sich eine Perle als Antwort auf das Leiden einer Auster vorstellen. Nicht jede Auster vermag so etwas hervorzubringen. Austern, die es können, sind für die Menschen sehr viel wertvoller als solche, die es nicht können.

Der Sand wird zu einer Lebensweise für eine Auster. Wenn man weich und verletzlich ist und auf dem sandigen Meeresgrund leben muss, dann wird die Erzeugung von Perlen zu einer Lebensnotwenigkeit, wenn man gut leben will.

Enttäuschungen und Verlust sind Teil eines jeden Lebens. Oft können wir solche Dinge einfach hinter uns lassen und unser Leben unbeeinflusst davon fortsetzen. Aber das funktioniert nicht bei allen Dingen. Manche Dinge sind zu groß oder zu tief, als das das funktionieren könnte, und wenn wir auf diese Weise damit umgehen wollten, müssten wir gleichzeitig wichtige Teile unser selbst zurücklassen. Solche Verletzungen sind jene Orte, an denen Weisheit in uns zu wachsen beginnt. Sie beginnt mit Leiden, welches wir nicht verdrängen oder rationalisieren oder einfach hinter uns lassen. Sie beginnt mit der Erkenntnis, dass unser Verlust, worum es sich dabei auch handeln mag, zu einem Teil von uns geworden ist und unser Leben so tiefgreifend verändert hat, dass wir zu dem, was vorher war, nicht einfach zurückkehren können.

Etwas in uns kann solches Leid in Weisheit umwandeln. Der Prozess, in dem das geschieht, hat etwas von einem Aussortieren. zuerst erfahren wir einfach alles. Dann lassen wir Schritt für Schritt, die Dinge gehen, den Zorn, die Schuldzuweisungen, das Gefühl, dass einem Unrecht getan wurde, und schließlich sogar den Schmerz selbst- bis alles was übrig bleibt, ein tieferes Gefühl für den Wert den Lebens ist und eine größere Fähigkeit es zu leben.
                                                                              

Calium carbonicum wird aus der Asternschale gewonnen. Es wird eingesetzt bei allem körperlichem Geschehen, was mit dem Kalkstoffwechsel im Körper zu tun hat. Babies und Kleinkinder benötigen dieses Arzeneimittel oft in der Wachstumsphase. Die Geschichte zeigt die große Verletzlichkeit, die ein Mensch, der sich in ähnlichen Phasen befindet, haben kann.

 

Buchempfehlung:
Vithoulkas Medizin der Zukunft, G. Wenderoth Verlag

 

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© Barbara Lemke